Tipp Monat Dezember 2010
 

Vögelfüttern im Winter: Pro und Contra

 

Immer wieder zur Weihnachtszeit, wenn Schokoladennikoläuse und Lebkuchen unseren Speiseplan versüßen, werden auch große Mengen Meisenknödel und Vogelfutter gekauft. Die Fütterung von Vögeln im Winter ist vielen Menschen ein wichtiges Anliegen. Nach Angaben des Naturschutzbundes Deutschland geben Vogelfreunde in Deutschland ca. 15 bis 20 Millionen Euro für Körner und CO. aus.

 

Winterfütterung und Artenschutz

 

Doch nicht bei allen Zeitgenossen findet die Winterfütterung großen Anklang. Insbesondere unter Naturschützern wird sie kontrovers diskutiert. Der Grund: Untersuchungen zeigen, dass die Winterfütterung ca. 10 bis 15 verschiedenen Vogelarten zugute kommt. Diese Arten wie z.B. Meisen, Finken, Rotkehlchen und Drosseln sind in ihrem Bestand nicht gefährdet und benötigen daher keine Fütterung. Geschützte und gefährdete Arten suchen die Futterplätze gar nicht auf. Ein wirkungsvoller Beitrag zum Artenschutz wird durch die Winterfütterung also nicht geleistet.

 

Winterfütterung als Naturerlebnis

 

Ausgedient hat die Winterfütterung deshalb allerdings noch lange nicht. Ist doch der Besuch von Blaumeise und Co. an der Futterstelle für viele Menschen die Gelegenheit zu interessanten Beobachtungen. Hier bieten sich viele Möglichkeiten die gefiederten Freunde aus nächster Nähe zu erleben. Wird durch diese Erfahrungen auch noch das Interesse geweckt, den Garten vogelfreundlich zu gestalten, ist für den Artenschutz bereits eine Menge getan. Denn wird bei der Winterfütterung nicht übersehen, dass ein wirksamer Schutz nur durch eine artenreiche Landschaft und durch den Erhalt der vielfältigen Lebensräume möglich ist, ist den Vögeln wirkungsvoll geholfen.

 

Tipps zum richtigen Füttern

 

Richtig betrieben ist die Winterfütterung Hilfe und Naturerlebnis zugleich. Deshalb hier ein paar Tipps, auf was Sie achten sollten:

 

  • Füttern Sie erst bei Frost oder Schnee, dann aber regelmäßig
  • Wählen Sie Futterspender, bei denen die Tiere nicht im Futter herumlaufen und es so mit Kot verunreinigen können. So wird die Übertragung von Krankheiten verringert. 
  • Das Futter darf bei starkem Regen, Wind oder Schnee nicht durchnässt werden, da es sonst leicht verdirbt. 
  • Herkömmliche Futterhäuschen sollten regelmäßig gereinigt werden. Legen Sie nur Futter für einen Tag hinein. 
  • Für Körnerfresser (Finken, Sperling und Ammern): Sonnenblumenkerne und Freiland-Futtermischungen.
  • Für Weichfutterfresser (Rotkehlchen, Heckenbraunelle, Meisen und Amseln): Rosinen, Obst Haferflocken, Kleie, Meisenknödeln. 
  • Keinesfalls dürfen Sie salzige Nahrung oder Brot anbieten.

 

Für weitere Informationen steht Ihnen die Umweltschutzbeauftragte der Stadt Geldern, Gaby Vohwinkel-Levels Tel.: 02831/398 309 zur Verfügung.